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Geboren 1972 in Basel, als Tochter einer katalanischen Musikerfamilie, begann Arianna Savall Figueras ihr Studium der klassischen Harfe bei Magdalena Barrera. 1991 begann sie parallel dazu ein Gesangsstudium bei Maria Dolors Aldea am Konservatorium in Terrassa, wo sie ihr Studium in Gesang und Harfe abschloß.
1992 nahm sie das Studium der historischen Aufführungspraxis bei Rolf Lislevand am Konservatorium Toulouse (Frankreich) auf und absolvierte mehrere Kurse bei Andrew Lawrence-King, Hopkinson Smith sowie bei ihren Eltern Montserrat Figueras und Jordi Savall.
1996 kehrte sie in die Schweiz zurück, um ein Aufbaustudium in Gesang bei Kurt Widmer zu absolvieren und sich in historischer Harfe bei Heidrun Rosenzweig zu spezialisieren.Im Jahre 2000 sang sie zum ersten Mal am Baseler Theater die Barockoper "Opera Seria" (Wien, 1769) von Florian Leopold Gassman unter der Leitung von Carlos Harmuch. 2002 gab sie ihr Gesangsdebüt am Gran Teatre del Liceu de Barcelona (Opernhaus von Barcelona) mit Orfeo von Claudio Monteverdi in der Rolle der Eurydike und unter Leitung ihres Vaters Jordi Savall. Diese Oper wurde von der BBC und Opus Arte auf DVD aufgenommen und von den Kritikern als eine der schönsten und zauberhaftesten Aufführungen des Orfeo gelobt.
Im selben Jahr sang sie die Rolle der Casilda in der Oper Arianna, einem "Pasticcio" von Händel, im Theater "Scala" in Basel und trat als Sängerin und Harfinistin in der Oper "Sueños y Folías" am Liceo von Salamanca auf. Im selben Jahr sang sie in "Celos aún del ayre matan", einer Oper von Juan Hidalgo, im "L'Auditori" von Barcelona sowie am Wiener Konzerthaus.
Seit 1997 wirkt sie bei Konzerten und Aufnahmen von Hespèrion XXI mit. Ihre erste eigene CD, bei der sie ihre Mutter an der Harfe begleitet, trägt den Titel "Tonos Humanos" von José Marin (Alia Voxin). Diese Aufnahme erhielt den Preis "Diapason d'Or".
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Zudem wirkt bei zahlreichen Aufnahmen von Alia Vox als Sängerin und Harfistin mit. Unter den letzten Neuigkeiten findet sich "Don Quijote", welcher einstimmig den Preis "Record of the year" (Midem Classical Awards 2006) erhielt, die erste CD unter Mitwirkung der Familie: "Du temps et de l'instant", Finalist für den Musikpreis der SGAE 2005 sowie "Lux Feminae", die aktuelle CD von Montserrat Figueras.
Gleichzeitig arbeitet sie zusammen mit Gruppen wie Mala Punica "Helas Avril" (ERATO), Ricercar Consort "Sopra la Rosa" (MIRARE) sowie mit Rolf Lislevand "Alfabeto" (NAÏVE), Pedro Estevan "El aroma del tiempo" (GLOSSA) und Desiderio "Jouissance vous donneray" (AELUS). Sie singt als Solistin in den Vespres von Monteverdi mit LA FENICE. 2004 singt sie in dem Konzert zu Ehren M.A. Charpentiers in Versailles, aufgenommen von MEZZO sowie in der "Membra Jesu" von Buxtehude bis Graz.
Arianna Savall Figueras kann bereits Auftritte in Europa, Skandinavien, USA, Südamerika, Australien, Japan, Neuseeland und Israel verzeichnen.
Ihre Leidenschaft für antike Musik und Improvisation führt sie zu dem anderen Extrem, der zeitgenössischen Musik und zu einer intensiven Zusammenarbeit mit dem schweizer Komponisten Conrad Steinmann über die Rekonstruktion antiker, griechischer Musik und Gedichten von Safo. Frucht dieser Arbeit ist die von den Kritikern hochgelobte CD "Melpomen" (HARMONIA MUNDI).
Eine sehr experimentelle Arbeit ist die letzte CD von Rolf Lislevand "Nuove musiche" (ECM2006), bei der Arianna Savall Figueras als Sängerin und Harfistin mitwirkt.
Im Juni 2006 wirkt sie als Sängerin in dem Werk für Sopran und neun moderne Instrumente der estnischen Komponistin Helena Tulve (1972) "Lijnen" in Tallin mit. Das Werk wurde vor Kurzem von ECM mit der Gruppe Nyyd Ensemble und unter der Leitung von Olari Elts aufgenommen. Zusammen mit Helena Tulve sind verschiedene Projekte geplant, die Ende 2006 zur Aufführung kommen werden.
Ihr Talent als Sängerin und Harfistin ist auf ihrer ersten Solo-CD "Bella Terra" (ALIA VOX) zu hören, bei der sie ihre eigenen Kompositionen vertont. Es wurden Auftritte zusammen mit ihrem Ensemble auf zahlreichen Festivals aufgenommen, unter anderem auf dem Weltmusikfestival "Sfinks" (Belgien, 2004) und "Stimmenfestspiele" (Schweiz, 2005). Der mit der Harfe begleitete Gesang ist eine alte Tradition, die Arianna Savall Figueras mit antiker Musik und neuen musikalischen Kreationen auf einzigartige Weise wiederbelebt.
Zurzeit absolviert sie ein Aufbaustudium am ESMUC (Conservatori superior de música de Barcelona) der spanischen Barockharfe bei Andrew Lawrence-King.
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