Arianna Savall
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Bella Terra    

 

Arianna Savall
harfe
Dimitris Psonis
bendir, saz, buzuki, oud
Pedro Estevan
bendir, palos de agua, caxixi
Julio Andrade
kontrabass

 

Bella Terra
© ALIAVOX 2003 - AV9833    Arianna Savall, Pedro Estevan Arianna Savall, Julio Andrade Arianna Savall Arianna Savall, Dimistris Psonis Arianna Savall
1. L’Amor    >> L’Amor.mp3 (350KB.)
Text: Miquel Martí i Pol Musik: Arianna Savall
2. Yo m’enamorí d’un aire
Text: Anónimo Sefardí Musik: Arianna Savall
3. Dóna’m la mà
Text: Joan Salvat-Papasseit Musik: Arianna Savall
4. Mester d’amor
Text: Joan Salvat-Papasseit Musik: Arianna Savall
5. El mariner
Text: Popular catalana Adjustments: Arianna Savall
6. El viaje
Text: Antonio Machado Musik: Arianna Savall
7. Els ulls
Text: Tomàs Garcés Musik: Arianna Savall
8. Apreciemos el instante
Text: Omar Jayyam, Robaiyyat, Persia S. XII Adjustments: Arianna Savall
9. Yo soy de mi amado
Cantar de los Cantares Musik: Arianna Savall
10. Aquest camí tan fi
Text: Josep Carner Musik: Arianna Savall
11. Per a ser cantada en la meva nit
Text: Salvador Espriu Musik: Arianna Savall
12. Hi ha un remolí
Text: Miquel Martí i Pol Musik: Arianna Savall
Arianna Savall, Dimistris Psonis Arianna Savall, Julio AndradeArianna Savall, Pedro EstevanArianna Savall, Dimistris Psonis

Bella Terra

«Mein Lied sei so schlicht
wie das Erwachen am Morgen,
wie das Tropfen des Taus von den Blättern,
schlicht wie die Farben in den Wolken
und Regenschauern um Mitternacht.»
Rabindranath Tagore

In meinen Streifzügen durch Lieder und Dichtung bin ich über die letzten zehn Jahre hin auf steinige Pfade, staubige Straßen, mit Blumen bestreute Wege, Routen über Meer und Land sowie kaum erkennbare Spuren gestoßen, auf denen ich leicht die Orientierung hätte verlieren können ...

Bella Terra ist das Ergebnis eines langen Prozesses der Suche und Reifung. Begonnen hat alles bei mir zu Hause, beim Singen und Spielen mit einer Gruppe von Freunden, als ich meine Suche nach Klang und Musik begonnen habe, nach Gesang und Harfe, nach Freiheit und Rhythmus, und vor allen Dingen hat es mit der Leidenschaft für die einfachen, aber wesentlichen Kleinigkeiten des Alltags begonnen. Der katalanische Dichter Miquel Martí i Pol hat mich die Welt um uns herum schätzen gelehrt, die Welt, die er ebenso mit großer Liebe wie mit Schmerz beschreibt, in erster Linie aber erfüllt von dem Verlangen, jeden Augenblick bewusst zu erleben, Tag für Tag, das Geheimnis sowohl sichtbarer als auch unsichtbarer Dinge zu erforschen und sie um ihrer selbst willen aus ganzem Herzen zu lieben.

Bella Terra ist eine Zusammenstellung verschiedener Gedichte, die ich im Laufe der Jahre vertont habe, und Ausdruck meiner Hoffnung auf eine Welt, in der mehr Licht, Liebe und Mysterium sein werden, eine offenere, mediterranere Welt. Sie spiegelt die verschiedenen Musikrichtungen, die ich gehört habe, ebenso wider wie meine jahrelange Musikausbildung und verknüpft Harfe und Gesangsstimme zu einem einzigen Instrument.

Ein dünner roter Faden verbindet die zwölf Gedichte in Bella Terra zu einem allen Menschen gemeinsamen Erlebnis: der hier und jetzt gelebte Augenblick, die Zärtlichkeit und Leidenschaft der Liebe, die fast verlorene Unschuld des noch kindlichen Erwachsenen, die Kraft und die Fähigkeit des Meeres und der Träume «in den fernen Ausläufern der tiefen, stimmlosen Nacht» (Salvador Espriu), Erinnerungen zu wecken, die uns an den Rand des Rätsels und der Ungewissheit des Lebens führen.

Eine subtil nostalgische Stimmung durchzieht das Lied an die Liebe und die Geliebten, an des Lebens ewige Reisende wie “El mariner” [Der Seemann], “El viaje” ([Die Reise], meinem Vater gewidmet), und auch das Lied an das sehende Auge und das Objekt des Blicks (“Els ulls” [Die Augen], meiner Mutter zugeeignet); und am Ende der Reise werden wir von der geheimnisvollen Nacht entführt zu einem Wirbel: «Dort sind Leben und Tod, beide unveränderlich. Alles andere sind bloße Worte» (Miquel Martí i Pol).

Die Tradition, zu singen und sich dabei selbst auf der Harfe zu begleiten, eine Tradition, die in Irland und einigen südamerikanischen Ländern bis heute gedeiht, ist anderswo in Europa verloren gegangen, und das, obwohl sie sich bis zum Barock größter Beliebtheit erfreute und weit verbreitet war. Die vorliegende Zusammenstellung ist ein bescheidener Versuch meinerseits (und ich bin nicht die erste, die es versucht hat), den Traum einer Kombination aus Gesangsstimme und Harfe in Erfüllung gehen zu lassen – sie mit ihren einander ergänzenden und doch kontrastierenden Klängen zu einem einzigen Atemzug, einem einzigen Ausdruck zu verschmelzen. Ich habe das Glück, bei meinem Versuch von einer Gruppe alter Freunde begleitet zu werden, die allesamt außergewöhnlich gute und großzügige Musiker sind. Bella Terra (so heißt auch mein Heimatort) blickt voller Hoffnung voraus auf eine ausgewogenere Welt, in der Männer und Frauen erkennen: «Eine Silbe nur scheidet Sicherheit von Unsicherheit. Genieße diesen Augenblick und schätze ihn hoch, denn das ganze Leben gleicht diesem einen Augenblick» (Omar Jayyam).

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